Frühlingsputz Special Teil 2: Kostenfresser loswerden

In der Seefahrt ist «Ballast» eine wertlose Ladung, die mitgeführt wird, um eine gleichmässige Gewichtsverteilung zu erreichen. Bei Bedarf kann der Ballast abgeworfen werden. 

Beim Geld kann sich auch so einiges an Ballast ansammeln, nur ist der im Gegensatz zur Schiffahrt nicht nützlich: Es sind Ausgaben, die einem belasten und nichts oder so gut wie nichts bringen.

 

 

Hier kommt eine Liste von Anregungen, regelmässige Ausgaben zu überdenken und deren Notwendigkeit zu hinterfragen. Da liegen locker ein paar hundert Franken drin.

 

Der Caramel Latte Grande für 7.90

Keine Frage, zwischendurch muss der sein. Aber mit einem täglichen Halt bei Starbucks auf dem Weg zur Arbeit läppert sich ein rechtes Sümmchen zusammen. Schätzungsweise 150 bis 200 Franken monatlich... Ist mir das vielleicht doch ein bisschen zu viel für einen Becher (zugegebenermassen sehr stylischen) Kaffee?

MasterCard, Visa, Maestro und die anderen üblichen Verdächtigen

Bargeldlos bezahlen wird immer einfacher, so dass man die Karte und immer mehr auch das Handy ganz bequem für alle Einkäufe nutzen kann. Sehr praktisch - wenn da nicht die Abrechnung Ende Monat wäre. Wieso sind da eigentlich so viele Posten drauf? Das kann definitiv nicht alles von mir sein! Die Lösung für diese bösen Überraschungen Ende Monat: Den Schwung des Frühlings nutzen, die Kreditkarte zerschneiden und anfangen bar zu bezahlen. Übrigens: das ist nicht nur eine Änderung des Zahlungssystems, um jederzeit die Übersicht übers Geld zu haben. Es hat positive Auswirkungen in den Bereich der Persönlichkeit hinein. Unbedingt ausprobieren. 

Streaming for ever

Spotify, Deezer, Netflix, Zattoo, Wilmaa sind cool. Und kosten nur ein paar Franken pro Monat. Mindestens einen Streamingdienst hat man heutzutage einfach. Benütze ich ihn auch oder zahle ich nur?

Fitnessabo, Zeitungsabo, Kinoabo

Abos motivieren einem, etwas regelmässig zu tun. Eben zum Beispiel fit zu bleiben oder interessante Artikel zu lesen oder so oft ins Kino zu gehen wie man will. Deshalb schliesst man sie auch ab. Jetzt müsste man sie nur noch nutzen. Ist das der Fall? Sonst künden.

Kataloge, Newsletter, Broschüren

Alle Aktionen und Schnäppchen bequem auf dem Sofa durchstöbern. Mit Aktionen spart man haufenweise Geld, deshalb darf man keine Chance verpassen. Realität ist, dass die Werbung nur den Briefkasten verstopft, die Mailbox füllt und unsere wertvolle Zeit stiehlt. Davon, dass das Schnäppchen nach zweimaligem Gebrauch nur noch in der Ecke rumsteht und den Platz versperrt, wollen wir gar nicht reden. Zum diesjährigen Frühlingsputz gehört: Kataloge abbestellen und Newsletter abmelden, speziell die Deal Websites Groupon und wie sie alle heissen. Wetten, dass du kaum einen davon vermissen wirst?

Versicherungen

Hausrat, Privathaftpflicht, Rechtsschutz, Kasko, Krankenkasse, Unfall... einmal abgeschlossen ist man froh, sich nicht  mehr darum kümmern zu müssen, weil das Thema nicht interessiert. So laufen diese Versicherungen über Jahre unverändert. Aber Lebensumstände verändern sich und mit ihnen der Bedarf an Abdeckung. Daher ist es ratsam, in einem guten Moment einen genaueren Blick drauf zu werfen, zum Beispiel mit einem Freund, der ein bisschen etwas davon versteht. Gut möglich, dass die Versicherung angepasst werden kann und sich die Prämie dadurch senkt. 

Essen und Schlafen

Und hier noch drei Tipps rund um die Lieblingsbeschäftigungen Essen und Schlafen. Es sind uralte Tipps, aber sie funktionieren immer noch, sind quasi Evergreens. Erstens: Nie ohne Einkaufszettel einkaufen gehen. Zweitens: Anstatt bei der Arbeit täglich auswärts zu essen, das Essen von Zuhause mitnehmen. Drittens: Eine Kaufentscheidung überschlafen. 

Wenn man sich dranmacht Zeugs loszuwerden, entsteht in Gedanken gewöhnlich ganz automatisch eine Gegenliste mit Argumenten, ja nichts zu ändern:

«Das könnte ich mal noch brauchen.»
«Nächste Woche komme ich bestimmt dazu.»
«Das brauche ich für mein  Wohlbefinden.»
«Damit verpasse ich kein Schnäppchen und spare haufenweise Geld.»


Aber sicher doch.


Frühlingsputz-Special Teil 1:
Irrtümer ausmisten

Mit einem MEIN GELD REICHT Kurs in die 
finanzielle Freiheit starten: Kursübersicht



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Kommentare: 1
  • #1

    cornelia (Samstag, 16 April 2016 20:31)

    Mit Bargeldlos bezahlen, da stimme ich mit Ihnen nicht überrein und muss vielmals über diesen Satz schmunzeln.
    Wenn ich nicht mehr zur Verfügung habe, Disziplin ist da klar angesagt, kann ich auch nicht mehr Ausgeben! Zb. Wocheneinkauf, Benzin etc., aber bei diesen Sachen weiss ich das Monatsbudget!
    Oder der absolute Budget Tipp! Prepaid Visacard! Soviel einzahlen wie man braucht!