Wünsche und Ziele im 2015

Von Seneca, einem römischen Philosophen, ist das Zitat überliefert: «Wer den Hafen nicht kennt, in den er segeln will, für den ist kein Wind der richtige». Im Frühling vor zwei Jahren hatte ich die Gelegenheit zu einem kurzen Segeltörn vor Teneriffa. Es ist eindrücklich, welche Gefühle von Freiheit, Abenteuer und auch Sehnsucht freigesetzt werden, wenn man vom Hafen aufs offene Meer hinaussegelt (genauso eindrücklich war aber auch, wie unverzüglich diese Gefühle ersetzt wurden, als mein Magen genug von Freiheit und Abenteuer hatte und festen Boden unter den Füssen verlangte, aber das ist eine andere Geschichte). 


Welcher Wind ist für 2015 der richtige?

Januar ist für mich ein guter Zeitpunkt, mir Gedanken zu machen, welchen Hafen ich im 2015 mit meinem Geld ansteuern will, sprich: welche Ziele ich in diesem Jahr mit meinem Geld erreichen will. Es ist mir wichtig, mehr aus meinem Geld herauszuholen, als nur, mich von Monat zu Monat «durchzubringen». Deshalb habe ich mir die letzten paar Wochen Gedanken zu dieser Frage gemacht. Ich habe mir aufgeschrieben, welche Ziele und Wünsche Jacqueline und ich haben und welche davon in diesem Jahr besondere Priorität haben sollen. 
 
Geld steckt meine Möglichkeiten ab

Ziemlich schnell war der grösste Teil der Liste mit Prio 1 versehen. Als ich über diese Wünsche nachdachte, realisierte ich wieder, dass mein Geld einen grossen Einfluss darauf hat, wie ich mein Leben gestalte. In vielen Fällen steckt Geld den Rahmen ab, in dem ich mich bewegen kann. In vielen Fällen sagt Geld Ja oder Nein zu einem Weg, den ich einschlagen will. Das motiviert mich, mein Geld auch im 2015 fest im Griff zu haben. Ich will meinem Geld sagen, was es tun soll. Nicht umgekehrt. Mein Geld soll meine Ziele und Wünsche bestmöglich unterstützen.
 
Die Wunschliste

Eine solche Wunschliste ist ein praktisches Hilfsmittel, um die grossen und wichtigen Wünsche und Ziele zu erkennen (auch die Nicht-Materiellen). Das Diskutieren der Liste mit Jacqueline und das Reden darüber mit Freunden hat die Wünsche nach und nach in die richtige Reihenfolge gebracht. Die obersten fünf Einträge sind nun unsere wichtigsten Ziele für dieses Jahr. Alle anderen müssen zurückstecken. Sie sind vielleicht später dran. Nun werden wir jeden Monat etwas von unserem Einkommen so verwenden, dass wir diesen Zielen näher kommen. 
 
Die Motivation von gezieltem Sparen

Gezieltes Sparen macht es mir viel leichter, im Alltag auf etwas zu verzichten, weil mir bewusst ist, warum ich verzichte: Es bringt mich meinen wirklich wichtigen Wünschen und Zielen näher. 
 
Ich weiss ja nicht, ob Seneca nur aus sicherer Entfernung über Häfen und Winde philosophierte oder ob er selber wie ich die raue See kennengelernt hat und den unbeugsamen Willen des eigenen Magens. Aber sein Bild ist wirklich treffend: Wenn ich Ziele habe (der Hafen), die ich erreichen will, dann werde ich motiviert (der Wind), mein Leben danach auszurichten (segeln) und mein Geld entsprechend zu planen. Dadurch kommen meine Ziele langsam von ausserhalb meines finanziellen Rahmens in meinen finanziellen Rahmen hinein. Was vor einiger Zeit noch unvorstellbar war, wird plötzlich möglich.
  

Kürzlich hat mir Tom, der begeisterte Segler, von seinen neusten Ideen erzählt. Logischerweise war ich zuerst alles andere als begeistert (mein Magen...). Ich googelte dann trotzdem ein paar Bilder, und da war für mich sofort klar, dass ich auch mit will. Ich habe somit eine neue Prio 1: Für Magenberuhigungspillen sparen.
 
 

 


PS: Um seinen Zielen Monat für Monat auch wirklich näher zu kommen und die Anfang Jahr gemachten Ziele nicht aus den Augen zu verlieren, sind übrigens die 5 Grundsätze im Umgang mit Geld hilfreich.
 

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