Nach den Ferien ist vor den Ferien

Seit einer Woche sind wir aus den Ferien zurück. Das Nachhausekommen und der Wiedereinstieg in den Alltag versetzt mich regelmässig in ein kleines Tief. Das war auch letzte Woche nicht anders. Aber etwas war schon anders. Etwas blieb dieses Jahr aus - nämlich die unkontrolliert hohe Kreditkartenabrechnung mit den spontan getätigten Käufen. Und das, obwohl wir einiges eingekauft haben, wie das in den Ferien halt so üblich ist, wenn man alles etwas lockerer nimmt. Unsere beiden Jungs hatten enorm viel Ausdauer und Interesse an einigen Neuanschaffungen für ihre Garderobe. Jacqueline (meine Frau) war nicht schlecht neidisch,

als die beiden schon am zweiten Ferientag mit fünf Paar Schuhen aus dem Laden stolzierten! Nein, nein, nicht mit ihrem Geld, mit unserem... Jetzt aber zum eigentlichen Thema und warum nach den Ferien vor den Ferien ist. Seit ich diesen Spruch begriffen habe, finde ich ihn cool. Er stammt so viel ich weiss von einem Fussballtrainer (nach dem Spiel ist vor dem Spiel) und bedeutet, dass nach einem Spiel sofort die Vorbereitungen für das nächste beginnen. Kein Ausruhen auf den Lorbeeren und solche Dinge. 

Dieses Motto ist der Grund, weshalb die Ferien nicht mit dem von früher bekannten Kreditkartenfrust zu Ende gingen (das hat das Tief ziemlich gemildert). Ein paar hundert Franken sind auf der Kreditkarte zwar schon aufgelaufen, aber das Geld dafür lag schon vor den Sommerferien auf dem Konto bereit. Wir hatten uns beim Planen der Ferien an einem entspannten Abend hingesetzt und Pi-mal-Daumen zusammengetragen, wie viel wir in den Sommerferien ausgeben wollen. Diesen Betrag haben wir über die Monate bis zu den Ferien zusammengespart. Während den Ferien hat dann Jacqueline das Moneymanagement übernommen (ich liebe es, mich während den Ferien in keinster Weise ums Geld kümmern zu müssen und ohne einen einzigen Euro - wir waren in Italien - in der Tasche rumspazieren kann). So war erstens der Betrag auf der Kreditkarten angenehm klein und zweitens das Bezahlen fast schon ein Spass.  
Die Ferien sind nun also vorbei, und wir befinden uns wie viele andere auch (zum Beispiel Du, geschätzter Blogleser) in der nach-den-Ferien Phase. Und das ist, wie wir jetzt wissen, nichts anderes als die vor-den-Ferien Phase. Das bedeutet, dass jetzt der richtige Moment ist, um Geld für die nächsten Sommerferien zu sparen. Kein Ausruhen auf den Lorbeeren. Bereits vom nächsten Lohn wird ein bisschen etwas abgezweigt und auf ein Sparkonto gelegt, welches speziell für die nächsten Sommerferien gedacht ist. Es ist wichtig, dass dieses Geld sorgfältig beiseitegelegt wird, damit wir nicht versucht werden, es für etwas anderes zu verwenden. Aber wie hoch soll der Betrag sein? So hoch wie möglich, was immer das in deiner Situation bedeutet. Jeder Franken ist besser als nichts. Schon 50 Franken pro Monat sind im nächsten August 600, und diese 600 zu haben macht die Ferien bereits sehr erholsam. Einverstanden?

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