Der Entscheid, auf den es ankommt.

Jumpy the dog

Letzte Woche konnte ich zu einer Gruppe Jugendlicher reden. In der Vorbereitung dazu fragte ich mich, welcher Stil der passende für diesen Anlass wäre. Der ermahnende? Der coole? Der überzeugende? Ich wollte ja schliesslich gut ankommen und erreichen, dass man mir eine halbe Stunde zuhört. Geld ist dafür schon mal ein gutes Thema, vor allem, wenn man verspricht zu verraten, wie sie das Beste aus ihrem Geld herausholen werden. So hat man die Aufmerksamkeit schon mal auf seiner Seite und muss nicht erst mühsam Interesse wecken. 

Man kann sich also voll drauf konzentrieren, die Spannung aufrechtzuhalten. A propos Spannung: Bist du denn noch am Lesen dieses Blogs, lieber Leser, oder hast du schon lange abgehängt und weggeklickt? 

 

Die meisten der jugendlichen Zuhörer sind in der Lehre oder befassen sich mit der Lehrstellensuche. Zum erstenmal in ihrem Leben verdienen sie selber Geld, und zwar im Vergleich zum bisherigen Sackgeld einen rechten Haufen. Ich beschloss ihnen zu zeigen, was mit ihrem Geld alles möglich ist. Ich fragte sie, ob es nicht toll wäre, wenn am Ende der Lehre von den 30'000 bis 40'000 Franken, die sie während der Lehre verdienen, nocht etwas davon auf ihrem Sparkonto wäre, zum Beispiel 15'000 Franken oder so. 

Dabei wurde mir selber wieder klar, dass alles davon abhängt, dass man sich entscheidet, sein Geld im Griff zu haben. Ohne diesen bewussten und zutiefst überzeugten Entscheid sind alle Bemühungen meistens nur halbpatzig erfolgreich.

Aber wenn dieser Entscheid in der Lehre getroffen wird, hat er positive Auswirkungen auf das ganze restliche Leben. Viele Stresssituationen bleiben einem erspart, denn Geld hat einen Einfluss auf ganz viele Lebensbereiche. Wenn man sein Geld im Griff hat, dann kann man statt Stress Frieden und Gelassenheit verbreiten. Geld beeinflusst unsere Entscheidungen, setzt uns Grenzen, prägt unseren Charakter, schränkt uns ein oder setzt uns frei. Es ist nie einfacher, das zu lernen, als wenn man in der Lehre ist, noch keine grossen Ausgaben hat und fast das ganze Geld für sich selber hat. 

"Wenn ihr diesen Entscheid für euch getroffen habt", habe ich ihnen weiter erklärt, "dann braucht ihr einen Plan". Der Plan ist dazu da, seinem Geld zu sagen, was es tun soll. Jeder Franken soll einen Auftrag erhalten. Kein einziger Franken soll arbeitslos sein. Wenn das Geld keinen Auftrag hat, dann macht es was es will. Aber mit einem Auftrag macht das Geld genau das, was man ihm sagt. Und dann holt man das Beste aus seinem Geld heraus. Wenn du das noch nicht kennst, dann entscheide dich heute dafür. Das funktioniert bei dir auch.

Das Geld muss dressiert werden wie ein Herrchen seinen Hund dressiert. Ich habe ihnen das Video von Jumpy the dog gezeigt. Jumpy ist ein ganz normaler Hund, aber wegen seinem Herrchen ist er zu den erstaunlichsten Aktionen fähig. Genauso ist es mit deinem Geld: es ist ganz normales Geld, aber wenn du es dressierst, dann kannst du mit deinem Geld die unglaublichsten Sachen erreichen, die du nicht für möglich halten würdest.

Hier übrigens das Video von --> Jumpy the dog. Total motivierend für meinen Umgang mit meinem Geld. Ich hoffe es gefällt dir auch.

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Kommentare: 1
  • #1

    Simone Rüegg (Montag, 09 Dezember 2013 22:27)

    Also der Vergleich mit Jumpy gefällt mir sehr! Ich habe schon zwei Hunde trainiert und ich kann nur beifügen: am Anfang braucht es Disziplin und Geduld. Sind aber die Grundmuster einstudiert, läuft es wie von selbst und ohne jegliche Anstrengung. Aufwand und Ertrag stimmt vollkommen! :-)