Die definitive Antwort, ob Geld glücklich macht oder nicht.

Gary Larson - The Far Side
Copyright: Gary Larson - The Far Side

Ich setze mich jeden Monat mit einer Person zusammen, die ich schon seit längerem auf ihrem Weg in die finanzielle Freiheit begleite. Diese Woche war es etwas enttäuschend. Sie hatte gehofft, bald eines ihrer definierten Sparziele zu erreichen. Nun zeigte sich, dass es wohl doch noch ein wenig dauert und dass sie zudem diesen Monat weniger dafür sparen kann als gedacht. Es dauert also noch ein Weilchen, bis zur Erfüllung dieses Wunsches. Im Anschluss danach beschäftige mich die Frage, inwiefern Geld glücklich macht oder nicht.

 

Meine spontane Antwort darauf war: Ja, auf jeden Fall! Aber sofort meldeten sich einige der intellektuellen grauen Zellen und schrien: Halt, halt, halt! Das kann man doch nicht so einfach sagen. Das muss man differenziert ansehen! 

Lustigerweise stolperte ich genau diese Woche über zwei Blogs, die das Thema "macht Geld glücklich?" ansprachen. So ergab sich automatisch eine gute Ausgangslage für eine differenzierte Betrachtung. Der Empörungssturm der paar grauen Zellen legte sich - für kurze Zeit...

 

Folgendermassen sieht's aus: Viele Menschen sind unzufrieden mit ihrem Einkommen. Kaum jemand würde 1 Million Franken ablehnen, wenn sie ihm angeboten würde. Geld ist im Leben von vielen Menschen der grösste Stressverursacher überhaupt ("Mist, schon wieder eine so hohe Rechnung!"). Stress macht krank und unglücklich. Geld ist Grund Nummer 1 für Streit in der Ehe (siehe mein letzter Blog). Geldprobleme drücken auf unser Selbstwertgefühl ("Die anderen können sich viel mehr leisten als ich; also sind sie erfolgreicher"). Der Mangel an Geld schränkt unsere Entscheidungsmöglichkeiten ein ("Nächsten Sommer möchte ich in die Südsee fahren". Antwort vom Bankkonto: "Die Destination heisst Balkonien."). Darüberhinaus machen Schulden uns in ungesunder Weise abhängig von anderen Menschen ("Wenn Sie nicht bis Ende Monat zahlen, dann..."). Das sind alles ideale Bedingungen zum Unglücklichsein.

 

Aber andererseits sieht es auch so aus: Männer mit sehr gutem Einkommen haben mir anvertraut, dass sie sich jeden Monat sorgen, ob das Geld fürs Zahlen der Rechnungen ausreicht. Es sind die Reichen, die sagen, dass Geld nicht glücklich macht.

 

Was ist also die Schlussfolgerung? Das wird meine empörten grauen Zellen nicht freuen, aber tatsächlich hat Geld das Potenzial, uns glücklich oder unglücklich zu machen! Geld trägt wesentlich zu unserem Glücklichsein oder Unglücklichsein bei!

 

Es ist aber nicht die Menge an Geld, die es ausmacht. Sondern es ist der Umgang mit unserem Geld, der bewirkt, ob unser Geld uns glücklich oder unglücklich macht. Der richtige Umgang mit Geld bringt Frieden in unser Leben. Auch wenn nur wenig zur Verfügung ist! Es hat positive Auswirkungen auf ganz viele Lebensbereiche, wenn wir unser Geld so im Griff haben, dass immer genug Geld da ist für's Bezahlen unseres Lebensunterhaltes. Ich weiss das aus eigener Erfahrung, weil ich bei der Betreuung von Leuten mit sehr wenig Geld erlebt habe, wie plötzlich ein Frieden in ihr Leben kam, als wir das Geld endlich unter Kontrolle bekamen.  

 

Geld spielt eben eine sehr zentrale Rolle in unseren Leben. Deshalb ist es so schädlich für deine Seele, wenn das Geld machen darf, was es will. Und nicht nur für dein eigenes Leben, sondern auch für deine Ehe, für deine Familie, für dein Umfeld. Ich weiss ja selber, welche Stimmung ich um mich herum verbreite, wenn das Geld mich stresst. Viel Glück und Zufriedenheit ist in solchen Momenten definitiv nicht dabei!

 

Es ist also entscheidend, dass wir unser Geld in den Griff bekommen. Denn wenn wir richtig mit unserem Geld umgehen, dann macht Geld tatsächlich glücklich!

 

Dieser Blog darf allerdings nicht enden, bevor nicht folgendes noch gesagt ist: Geld kann zwar Frieden und Glücklichsein in unser Leben bringen. Aber niemals Sicherheit. Alles Geld auf der Welt nicht, denn nichts ist sicher auf dieser Erde. Sicherheit kann nur von aussen zu uns kommen. Im bekannten Psalm 23 steht: "Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln". Das bringt Sicherheit. Und Sicherheit ist ein Faktor zum Glücklichsein.

 

PS: Wen es interessiert, hier noch die Links zu den eingangs erwähnten Blogs: Der erste ist von Money Talk News vom 8.11.2013; der Artikel beruft sich sogar auf eine Studie der renommierten Princeton University und enthält etliche interessante Aspekte; der zweite ist von Romania Experience vom 24.10.2013, auf den ich über Len Penzo's Newsletter gestossen bin.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0