Jetzt ist der richtige Moment

Genau der richtige Moment, um diesen Blog zu starten. Heute nämlich beim Einkaufen im Glattzentrum hatte ich ein eindrückliches Erlebnis. Es zeigte mir, wie wahr der fünfte Grundsatz (siehe meine E-Mail Serie) im Umgang mit Geld ist. Es hat mich den ganzen Rest des Tages beschäftigt. Folgendes ist passiert: Ich treffe Jacqueline (meine Frau) und unseren ältesten Sohn Matts im Glatt zum Einkaufen, nachdem die beiden zuvor mit dem ÖV den Weg für den Betrieb erkundet haben, wo Matts am Montag drei Tage schnuppern wird. Es ist viel los. Aber wir haben es nicht eilig. Anstehen macht mich normalerweise sehr zappelig. Heute geht's erstaunlich gut. Die Mutter vor uns ist mit ihren zwei Einkaufswagen und ihrem Sohn beschäftigt.

 

Im schleichenden Tempo des Förderbands legen wir unsere Ware drauf. Die Frau vor uns ist am bezahlen - mit 2 Portemonnaies. Aha, deshalb zwei Einkaufswagen. Sie kauft auch für jemand anderen ein. Dann heisst es wieder warten, weil hinter dem Scanner alles voll von einzupackender Ware ist. Während wir warten, merkt meine immer aufmerksame Frau, dass bei uns eine Ketchup Flasche auf dem Förderband ist. Die ist aber gar nicht von uns. Offensichtlich hat sich die Flasche bei uns verheddert, gehört aber eigentlich der Kundin vor uns. Wir kommunizieren unsere Beobachtung in die Runde. Die Frau vor uns seufzt und will die Flasche nicht mehr, es sei zu kompliziert. Wahrscheinlich wegen dem Abrechnen ihrer zwei Einkäufe. Die Kassierin stellt die Flasche beiseite.

 

Wir warten also weiter, bis wir dran kommen. Meinen grauen Zellen ist langweilig. Sie schlagen mir vor, dass wir doch den Ketchup bezahlen und ihr schenken könnten. Nach kurzem Gestikulieren mit meiner Frau (wir sind durch den Einkaufswagen getrennt; überall sind Einkaufswagen!) tun wir das auch.

 

Und dann geschieht das, was mich auf dem Nachhauseweg dazu bewogen hat, diesen Blog zu starten: Die Frau reagiert überschwänglich. Sie ist wirklich baff. Und völlig begeistert! So etwas sei ihr wirklich noch nie passiert. Sie ist irgendwie hin und weg. Wer weiss, vielleicht wäre sie uns sogar um den Hals gefallen, wenn nicht die Einkaufswagen im Weg gewesen wären... Aber auch wir sind ob ihrer Freude ein bisschen überwältigt. Ja, es ist uns fast unangenehm. Es waren doch nur 3 Franken 40!

 

So viel Freude haben mir 3 Franken 40 schon lange nicht mehr gebracht. Ein tolles Gefühl! Ich bin den Rest des Tages in Hochstimmung. Der fünfte Grundsatz - grosszügig zu sein - stimmt wirklich. Und unterwegs zu finanzieller Freiheit ist er entscheidend wichtig. Ein besseres Erlebnis gibt es gar nicht, um mit dem Blog für meingeldreicht.ch zu starten. Und das habe ich dann auch gleich gemacht. 

 

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Kommentare: 3
  • #1

    Hans Toniolo (Dienstag, 24 September 2013 01:31)

    Das geschilderte Erlebnis ist sehr motivierend. Mit 3.40 jemand glücklich zu machen ist doch super. Danke Stefan für diesen Erlebnisbericht!

  • #2

    Roland Hardmeier (Donnerstag, 26 September 2013 12:11)

    Tolle Geschichte! Stefan, du lebst die von dir vertretenen finanziellen Grundsätze wirklich aus (nicht dass ich das bezweifelt hätte :-)

  • #3

    Martin (Montag, 08 Februar 2016 11:01)

    Nur schon das Lesen dieses Beitrages hat mir Freude gemacht und motiviert! Vielen Dank! :-)